VWEC 2H Spa-Francorchamps

Das Wetter an diesem Ereignisreich versprechendem Tag war alles andere als schlecht. Bestes Spätsommerwetter in den Ardennen rund um Spa und bei den hohen Temperaturen kamen nicht nur die Eisverkäufer an der Strecke auf ihre Kosten.

 

Die Temperaturen sorgten für exzellente Gripverhältnisse auf der Strecke,

so das eine Topzeit nach der nächsten fiel.

Schon im Training machten sich die Leistungsunterschiede zwischen den LMP1 und GT3 Boliden nicht nur auf der Uhr bemerkbar.

Müller und Oliver fuhren ihr eigenes Rennen in einer eigenen Welt, denn gegen die Prototypen von Audi und DMD war kein Kraut gewachsen. So konnte sich zwar Müller für den 1. Startplatz qualifizieren, weil Oliver mit den Tücken seines R18 keine gezeitete Runde aufstellen konnte. Dahinter landete auf Grid-2 Sebastian Weiss mit dem Stevenson Camaro, dicht gefolgt von Nicosia´s R8-LMS, Michael Hartmann auf dem Z4 und Flöps, ebenfalls mit dem R8. Etwas weiter hinten auf den Plätzen 6, 7 und 8 landeten Petermann(RUF), Wolff (BMW-Z4) und Sandro Schlott (SLS), der 9. Startplatz ging an Sven Oliver auf dem R18-TDI, dem wohl stärksten Diesel aller Zeiten.

 

Chevrolet unerwartet stark

 

Und dann gings nach einer kurzen Pause auch schon ins Rennen.

Müller gewann wie nicht anders zu erwarten den Start, wobei dieser mit Traktionsproblemen fast in die Hose gegangen wäre. Dahinter gab es aber keine Startschwierigkeiten. Müller machte in der ersten Runde knapp 20 Sekunden auf Oliver gut und nutzte damit dessen verpasste Startposition gnadenlos aus. Dahinter kam Hartmann von der Strecke ab und kassierte eine Durchfahrtsstrafe. Aus unerklärlichen Gründen wurde Patrick Schäfer im NEC RUF disqialifiziert.

Zwar bekam auch er eine Durchfahrtsstrafe, hat diese aber schon vorher absolviert.

Weiss und Flöps lieferten sich über lange Zeit ein knappes und spannendes Duell um Platz 3, zuvor flogen noch Nicosia und Flöps im Tiefflug, gefolgt von harten, aber fairen Zweikämpfen über die Strecke.

 

DMD chancenlos gegen Audi

 

In der Zwischenzeit schmolz Müllers Vorsprung immer weiter, da Oliver mit seinem areodynamisch überlegenem R18 immer schneller wurde. Müller wehrte sich zwar wehement gegen Oliver, musste aber nach einigen riskanten Manövern einsehen, das er gegen Oliver keine Chance hat und musste ihn schließlich ziehen lassen.

Oliver baute seine Führung kontinuierlich aus und behielt diese auch. Im weiteren Verlauf veränderte sich erstmal nichts, die Prototypen bauten ihre Führung immer weiter aus und die Zweikämpfe unter den GT Fahrzeugen liessen aufgrund größer werdenden Abständen teilweise nach.

 

Stehst du noch oder fährst du schon?

 

Nach gut 30 Minuten mussten dann auch die ersten zum auftanken und Reifen wechseln an die Box fahren, was eine jähe Prozedur ist, da die GT- Variante der Boxengasse von Spa-Francorchamps unendlich lang ist. Mit Einfahrt, Standzeit, die von Auto zu Auto wegen der Tankgröße sehr unterschiedlich ausfällt, und rausfahren kommt man da schon auf knapp eineinhalb Minuten.

Da werden Boxenstopps schon fast zur Geduldsprobe.

Nur eine Viertelstunde vor Zieleinfahrt kollidiert Oliver mit der Leitplanke vor der Pouhon- Doppellinks und muss sein Boliden daraufhin mit kaputtem Motor frustriert abstellen. Sandro Schlott reiste noch vor Rennende ab, um sich auf die kommende GT3 Meisterschaft vorzubereiten.

 

Zum Schluss gewann Till Müller konkurrenzlos das Rennen in der LMP1- Klasse, Sebastian Weiss die GT3, gefolgt von Johannes Flöps, Michael Hartmann, Gianni Nicosia, Lars Wolff und Niklas Petermann.

 

2H Spa-Francorchamps: Das Rennen (Aufzeichnung)

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